Grill einbrennen: So funktioniert es
Neuer Grill: GUT EINGEBRANNT ist halb gewonnen
Der neue Grill ist da. Einfach loszulegen, ist jedoch nicht empfehlenswert. Insbesondere Gasgrills, aber auch Holzkohlegrills mit gusseisernem Rost, müssen vor der Inbetriebnahme eingebrannt werden, um sie von Produktionsrückständen zu befreien. Außerdem bildet sich beim Einbrennen eine Schutzschicht auf dem Rost. In unserem Ratgeber erfährst du Wissenswertes rund um das Thema Grilleinbrennen.
Warum muss der Grill eingebrannt werden?
Es gibt zwei Gründe, warum ein Grill eingebrannt werden muss:
1. An neuen, industriell gefertigten Grills befinden sich Produktionsrückstände wie Öle, Fette oder Kunststoffreste. Die trüben nicht nur das Geschmackserlebnis, sondern können auch gesundheitsschädlich sein. Sie verflüchtigen sich beim Einbrennen.
2. Metallgrills, aber vor allem ein gusseiserner Rost, brauchen eine Schutzschicht. Diese Patina schützt vor äußeren Einflüssen und wirkt darüber hinaus wie eine Antihaftbeschichtung.
Welche Grills müssen eingebrannt werden?
Jeder neue Grill – egal, welcher Art – sollte eingebrannt werden. Besonders wichtig ist das aber bei Gasgrills und Holzkohlegrills, die über einen gusseisernen Rost verfügen.
Übrigens: Nicht nur Grills, auch unbeschichtete gusseiserne Pfannen und Töpfe profitieren vom Einbrennen.
Welches Öl eignet sich zum Einbrennen?
Aufgrund der hohen Temperaturen sollest du zum Einbrennen ein hitzebeständiges Öl wählen. Ideal sind dafür:
- Rapsöl
- Erdnussöl
- Avocadoöl
- Kokosöl
- Bratöle
Grundsätzlich bieten sich raffinierte Öle mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren an, weil sie einen höheren Rauchpunkt haben. Nicht geeignet sind kaltgepresste Öle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Erhitzt du sie zu stark, können sich gesundheitsschädliche Stoffe bilden.
Olivenöl kann durchaus auch zum Braten und Grillen verwendet werden – aber nur bis 180 Grad. Zum Einbrennen eignet es sich damit nicht.
Warum muss der Grill beim Einbrennen so hoch erhitzt werden?
Die magische Grenze fürs Einbrennen liegt bei 300 Grad. Der Grund: Ab dieser Temperatur verbrennen die meisten Rückstände. Ab 385 Grad setzt der sogenannte Pyrolyse-Effekt ein. So wird der chemisch-thermische Effekt bezeichnet, durch den auch Speise- und Fettreste zu Asche werden. Er ist beim Grillreinigen Gold wert.
Reicht das einmalige Einbrennen?
Eingebrannt wird der Grill nur, wenn er neu ist. Es gibt aber eine Ausnahme: Bildet sich Flugrost auf dem Grillrost, musst du ihn schrubben – und danach noch einmal neu einbrennen.
Nach jedem Gebrauch sollte der Rost frei- oder ausgebrannt werden. Das Frei- bzw. Ausbrennen funktioniert ganz ähnlich wie das Einbrennen und sorgt dafür, dass Rückstände des Grillguts zu Asche werden und die schützende Patina erhalten bleibt.
Anleitung: Grill einbrennen in 7 Schritten
- Grill mit einem hitzebeständigen Öl bestreichen.
- Einschalten beziehungsweise anfeuern und Hitze langsam steigern. Beim Gasgrill einen Brenner nach dem anderen auf die niedrigste Stufe stellen.
- Hitze innerhalb von 15 Minuten steigern, beim Gasgrill die Regler nach und nach hochdrehen.
- Grill für rund 30 Minuten bei mindestens 300 Grad, besser mehr, brennen lassen.
- Energiezufuhr zurücknehmen, Brenner nacheinander ausschalten.
- Grill abkühlen lassen.
- Rückstände entfernen.
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