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Handtücher: Größen, Material & Farben
Alles, was du zur perfekten Handtuch-Ausstattung wissen musst
Badtextilien dienen nicht nur zum Abtrocknen: Sie runden auch das Ambiente ab und machen aus einem schnöden Badezimmer eine Wellness-Oase. Du möchtest dich mit neuen Handtüchern ausstatten? Unser Ratgeber verrät dir alles Wichtige dazu. Beispielsweise, welche Handtücher-Größen es gibt, wie viele Handtücher pro Person empfehlenswert sind und welche Töne zu verbreiteten Fliesenfarben passen. Außerdem geben wir Tipps zu Handtüchern für die Sauna.
Handtücher: Worauf kommt es an?
Wenn du Handtücher kaufst, empfiehlt es sich, insbesondere auf folgende Dinge zu achten:
- die richtige(n) Größe(n) für den jeweiligen Zweck
- eine ausreichende Anzahl der verschiedenen Ausführungen
- das Material und die Qualität des Handtuchs
- das optische Zusammenspiel mit deinem Badezimmer
In den folgenden Abschnitten gehen wir auf die einzelnen Punkte im Detail ein.
Welche Handtücher-Größen gibt es?
Ist von „Handtüchern“ die Rede, sind meistens alle möglichen Arten von Frotteetüchern zum Abtrocknen gemeint. Folgendes sind typische Handtuch-Größen – von klein bis groß:
- Waschhandschuh (20 × 15 cm): Er ist im alltäglichen Sprachgebrauch als "Waschlappen" bekannt und eignet sich gut zur Reinigung des Gesichts und zum Einseifen.
- Seiftuch (30 × 30 cm): Seiftücher lassen sich ebenso wie Waschhandschuhe verwenden – oder als praktische Mini-Handtücher für das Gäste-WC.
- Gästehandtuch (30 × 50 cm): Das normale Gästehandtuch ist etwas größer als ein Seiftuch. Das hat den Vorteil, dass es nicht so schnell durchnässt. Allerdings nimmt die gleiche Stückzahl mehr Platz in der Maschine weg.
- Handtuch (50 × 100 cm): Das ist das klassische Allround-Handtuchformat. Neben dieser Handtuch-Größe sind häufig Modelle mit den Maßen 60 × 110 cm anzutreffen.
- Duschtuch (80 × 150 cm): Um sich am ganzen Körper abzutrocknen, ist ein normales Handtuch ein Stück zu klein. Deshalb kommt in diesem Fall das Duschtuch zum Einsatz.
- Badetuch (100 × 160 cm): Das Badetuch ist noch ein Stückchen größer als ein Duschtuch. Zum Abtrocknen ist diese Handtuch-Größe nicht notwendig, aber du kannst dich besser darin einwickeln.
- Strandtuch (80 × 180 cm): Das Strandtuch eignet sich perfekt, um sich am Meer oder See zu entspannen. Dass die Füße bei einer typischen Liegeposition etwas überstehen, hat einen Sinn: So gelangt kein Schmutz auf das Strandlaken. Häufig sind die Seiten unterschiedlich ausgeführt: Die Liegeseite besteht aus extra weichem Velours, die Rückseite aus saugfähiger Schlingenware zum Abtrocknen.
- Saunatuch (80 × 200 cm): Das Saunatuch ist so bemessen, dass sowohl Kopf als auch Füße darauf Platz finden. Schließlich soll kein Körperteil das Holz der Saunabank berühren. Für besonders groß gewachsene Menschen gibt es extra lange Ausführungen mit 220 Zentimetern.
Gut zu wissen:
Handtuch-Größen sind nicht genormt. Deshalb können die vorgestellten Varianten je nach Hersteller etwas größer oder kleiner ausfallen. Vor allem bei Strandtüchern gibt es noch weitere, überbreite Formate.
Wie viele Handtücher braucht man?
Aus hygienischen Gründen ist es empfehlenswert, Waschhandschuhe sowie Seiftücher jeden Tag und normale Handtücher alle drei Tage zu wechseln. Bei Dusch- und Badetüchern reicht ein Austausch nach drei Benutzungen. Falls du täglich duschst, läuft das ebenfalls auf drei Tage hinaus.
Das gilt aber nur, wenn die Handtücher zwischendurch trocknen können. Bleiben diese ständig feucht, fangen sie schnell an zu müffeln – und sollten dann vorzeitig in die Wäsche.
Um aufgrund dieser Empfehlungen die Mindestanzahl an Handtüchern zu bestimmen, sind nur noch zwei weitere Dinge zu beachten: wie oft du normalerweise wäschst und wie viele Personen im Haushalt leben.
Beispiel: Wie viele Handtücher braucht man bei zwei Personen, wenn beide täglich duschen und einmal in der Woche Wäsche waschen? Eine sinnvolle Mindestausstattung sieht in diesem Fall so aus:
- 14 Waschhandschuhe (oder Seiftücher)
- 6 Handtücher in Standardgröße
- 6 Duschtücher
Die Antwort auf die Frage „Wie viel Handtücher braucht eine Person?“ lautet bei sonst gleichen Bedingungen folgerichtig: 7 Waschhandschuhe, 3 Handtücher und 3 Duschtücher. Dazu kommen je nach Bedarf noch Handtücher für das Gäste-WC sowie Saunatücher und/oder Strandtücher.
Der Platz im Badezimmer und im Kleiderschrank ist knapp? Hier verraten wir dir, wie du Handtücher platzsparend faltest oder rollst sowie allgemeine Tipps zur Aufbewahrung.
Welches Handtuch eignet sich für die Haare?
Nach dem Duschen kannst du gleich das Duschtuch verwenden. Wäschst du die Haare separat, reicht dafür ein Handtuch in Standardgröße. Ein Handtuch in 50 x 100 Zentimetern ist groß genug, um es um den Kopf zu wickeln. Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, ein eigenes Handtuch für die Haare zu verwenden – und nicht das, womit du dir die Hände abtrocknest.
Wie viele Handtücher braucht man in der Sauna?
Normalerweise reichen schon zwei Stück aus. Welche Handtücher brauchst du für die Sauna unbedingt?
- Zum Pflichtprogramm gehört ein langes Saunatuch, um bequem auf den Holzbänken und im Ruhebereich zu liegen. Im Sitzen sorgt das lange Format dafür, dass deine Füße nicht das Holz berühren.
- Außerdem brauchst du noch ein Duschtuch oder ein Badetuch zum Abtrocknen. Dieses lässt sich Bedarf auch umwickeln.
Zur Sicherheit kannst du noch ein weiteres Duschtuch zum Umwickeln mitnehmen, falls das erste zu durchnässt ist. Oder einen Bademantel, der bequemer ist als ein umgewickeltes Handtuch.
Und wie viele Handtücher sind für eine Therme angemessen? Wenn du vor der Sauna ausgiebig im Badebereich relaxen willst, empfehlen sich ein zusätzliches Handtuch und ein Strandtuch. Dann kannst du beim Wechsel in die Sauna auf frische und trockene Handtücher zurückgreifen.
Welches Material ist das beste für Handtücher?
Baumwolle stellt das bevorzugte Material für Handtücher dar und wird meistens ohne Beimischungen verarbeitet. Sie ist robust, langlebig und saugt Feuchtigkeit exzellent auf. Darüber hinaus besitzt sie einen natürlichen Griff und ist hautfreundlich.
Sind alle Handtücher aus Baumwolle? Nicht alle – du findest auch Ausführungen aus Mischgeweben mit Synthetik. In der Regel ist der Synthetik-Anteil aber sehr gering. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Mikrofaser-Handtücher bestehen vollständig aus Kunstfasern. Diese kommen aber eher als Sporthandtücher zum Einsatz, weniger im heimischen Badezimmer. Sie trocknen extrem schnell. Jedoch fühlt sich das Material nicht so angenehm an wie Baumwolle.
Überdies gibt es noch Handtücher aus Leinen. Diese sind jedoch selten: Das Material ist zwar extrem saugfähig, aber leider auch extrem knitteranfällig.
Handtücher-Qualität: Woran erkennt man gute Handtücher?
Ganz gleich, ob Handtuch, Duschtuch oder Badetuch – anhand folgender Merkmale lässt sich die Handtuch-Qualität einschätzen:
- Verarbeitung: Sind alle Kanten und Details wie etwa Bordüren sauber ausgeführt? Wichtig sind gerade und fehlerfreie Nähte. Überstehende Fäden kommen sogar bei hochpreisigen Marken gelegentlich vor – sie lassen sich vorsichtig abschneiden.
- Stoffgewicht: Bei Baumwolle gilt ein hohes Quadratmeter-Gewicht als Qualitätsmerkmal. Dicke und schwere Handtücher saugen mehr Wasser auf. Allerdings haben dünnere Exemplare ebenfalls Vorteile: Sie trocknen nach dem Waschen schneller, falls du keinen Trockner hast.
- Waschtemperatur: Bei Baumwollhandtüchern ist idealerweise Waschen bei 60 Grad und maschinelles Trocknen möglich. Das deutet auf eine höhere Stoffqualität mit Veredelung hin, die vor dem Einlaufen schützen. Nebenbei ist das natürlich aus hygienischen Gründen zu empfehlen.
Übrigens:
Hier findest du Tipps zum Waschen von Handtüchern sowie Hilfe bei Problemen wie Fusseln, Gerüchen oder Abfärben.
Welche Handtücher passen zu meinem Badezimmer?
Neben den Klassikern in Weiß erhältst du Handtücher in vielen weiteren Ausführungen: Das Spektrum reicht von Naturtönen über Pastell- bis zu kräftigen Farben. Hier beleuchten wir, welche Modelle zu weitverbreiteten Fliesenfarben am besten aussehen.
Welche Handtücher zu grauen Fliesen – oder einem weißen Badezimmer?
Grau und Weiß sind Nichtfarben, die sich mit jeder anderen Farbe vertragen. Für ein puristisches graues oder weißes Bad bieten sich Handtücher in klassischem Weiß an.
Bevorzugst du eine dezente Optik, aber möchtest etwas Wärme ins Badezimmer bringen? Dann kommen Beige- und Brauntöne infrage. Eyecatcher mit einer markanten, warmen Ausstrahlung sind Nuancen von Gelb, Orange und Rot. Damit lässt sich zum Beispiel die Düsternis aus Badezimmern ohne natürliches Licht vertreiben.
Umgekehrt gilt: Grün- und Blautöne erinnern an Wasser und wirken frisch und kühl. Sie passen grundsätzlich gut ins Badezimmer – und sehen am besten aus, wenn dieses hell und sonnig ist.
Welche Handtücher zu beigen Fliesen?
Ist die Sanitärkeramik weiß, kannst du deren Farbe mit weißen Handtüchern aufgreifen. In einem ausschließlich beigen Bad wirken schneeweiße Handtücher jedoch schnell unpassend. In diesem Fall bieten sich Modelle in Cremeweiß, Dunkelgrau, Dunkelbraun oder Rot an. Das Rot kann je nach Geschmack dunkel oder hell ausfallen – zu hellem Beige sieht beides gut aus.
Welche Handtücher zu Terrakotta-Fliesen?
Terrakotta-Fliesen haben nicht nur die natürliche Farbe von gebrannter Erde, sondern auch eine entsprechende Struktur. Um das warme, mediterrane Ambiente zu unterstreichen, greifst du beispielsweise zu orangefarbenen Handtüchern. Soll es dezenter sein, kommt Beige infrage. Und der Klassiker Weiß funktioniert hier ebenfalls.
Bonus-Tipp: nasse Handtücher gegen Hitze
Die Sonne brennt und in der Dachgeschosswohnung ist es unerträglich heiß? Handtücher lassen sich außer zum Abtrocknen zum Abkühlen verwenden. Dazu hängst du sie in einen Luftzug, etwa vor das geöffnete Fenster. Das verdunstende Wasser erzeugt Verdunstungskälte und der Luftzug trägt sie in den Raum.
Du kannst die Handtücher ebenso mit etwas Sicherheitsabstand vor einem Ventilator aufhängen. Stark abzuraten ist davon, das Handtuch über den Ventilator zu hängen: In diesem Fall droht Kurzschlussgefahr durch herunterfallende Tropfen!
Vergiss außerdem nicht, dass sich die Luftfeuchtigkeit deutlich erhöht, wenn du einen Ventilator statt eines natürlichen Durchzugs benutzt. Zwischendurch und im Anschluss ist deshalb Stoßlüften angesagt. Andernfalls droht Schimmel.
Für die „Handtuch-Klimaanlage“ lassen sich auch nicht mehr so schöne Exemplare verwenden.
Hier erfährst du, was du noch mit alten Handtüchern machen kannst – und wie du sie bei Bedarf richtig entsorgst.